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NRZ - Martin Krampitz  

 

Zeitzeugen berichten, in den 1970er Jahren seien giftige Materialien auf der Halde in Baerl abgekippt worden.

Die soll nun aufgeschichtet werden.

 

Bedrohen Abfälle das Grundwasser in Duisburg und den Rhein?

Liebe Newsletterbezieher.

Das aufregende Jahr 2016 neigt sich dem Ende.

Die aktuelle Flüchtlingspolitik hat die Zahl der in Moers ankommenden Flüchtlinge so reduziert, dass sich Stadt, gemeinnützige Organisationen sowie ehrenamtlich Tätige jetzt auf die nachhaltige Integration der hier lebenden Flüchtlinge konzentrieren können.

Nachdem der Ankauf der alten Schule an der Taubenstr. 40 durch die Stadt vom Tisch war, machten Gerüchte um den Verkauf des Grundstückes an einen privaten Investor die Runde. Bisher war aber keiner meiner Ansprechpartner in der Lage, diesen namentlichzu benennen.

 
Aber eine andere Entwicklung in unserer Nachbarschaft erfüllt uns mit Sorge.

Die geplante Deponie "Berghalde Lohmannsheide" direkt hinter dem Parkplatz des Restaurant "Renzis", welche mit leichtbelastetem Bauschutt über Jahre gefüllt werden soll. Die Dimensionen dieser Halde  und insbesondere der tägliche LKW Verkehr lassen nichts Gutes erahnen.
Die weitere erhebliche Feinstaubbelastung sowie die Überlastung der A42 und der umliegenden Straßen und Wohngebiete durch ein vermehrtes LKW Aufkommen, scheint bei den Verantwortlichen bislang überhaupt keine Rolle zu spielen. 

 

Die BIFMO stellt sich daher gerade neu auf und hat auch zu der Bürgerinitiative Die Hornitexter (https://diehornitexter.wordpress.com/) Kontakt aufgenommen, um dieses Großprojekt gemeinsam kritisch zu begleiten. 

 
Wir wünschen allen ein paar schöne Festtage und einen Guten Rutsch ins Jahr 2017.

 

Gruß

 

Sabine May und Jochen Fier

WAZ 12.10.2016 / 07:00 Uhr

Auszüge aus dem Bericht "Das sagen die Moerser zu den Deponieplänen in Lohmannsheide" von Martin Krampitz (Redakteur WAZ)

 

Das Vorhaben:

Die Bergehalde Lohmannsheide im Süden Baerls an der Stadtgrenze zu Moers soll ab 2019 mit mehr als drei Millionen Kubikmetern schwach belastetem DK1-Material befüllt werden (wir berichteten mehrfach). Dieses Modellprojekt plant das neue Unternehmen Deponien auf Halden 1 (DAH1), ein Konsortium aus dem Haldeneigentümer RAG Montan Immobilien und der Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR). Zwar hat das Genehmigungsverfahren bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf und der Stadt Duisburg noch nicht begonnen. Doch nicht nur in Duisburg, auch in Moers gibt es bereits jetzt starke Vorbehalte gegen die geplante Aufschüttung auf dem 35,5 Hektar großen Gelände.

Bevor auf der Bergehalde ein grünes Freizeitareal für die Bürger gestaltet wird, soll das Material etwa 15 Jahre lang auf dem länglichen Hügel aufgeschüttet werden, so die Pläne. Nach jetzigem Stand soll der größte Teil der dafür notwendigen Lkw-Transporte über Moerser Stadtgebiet laufen - von der Autobahnabfahrt A42 Moers-Nord über Moers-Eick und -Meerbeck in den Süden Baerls. Bei Projekt-Präsentationen nannte die RAG Immobilien eine Zahl von 80 bis 100 Lkw-Transporten pro Tag, die durch Wohngebiete in Moers rollen sollen.

Stellungsnahmen der Parteien:

„Staub, Dreck, Lärm, Abnutzung unserer Straßen – nach dem jetzigen Stand sind wir von dem Projekt nicht begeistert“, sagt Julia Zupancic, zuständige Ratsfrau der CDU-Fraktion.

Auch Mark Rosendahl, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Moerser Stadtrat, geht auf Distanz zum Deponieprojekt an der Stadtgrenze: „Wir sind von zwei Sachverhalten betroffen, von möglichen Auswirkungen auf das Grundwasser und auf den Verkehr. Beides muss untersucht werden. Wenn DK1-Material angeschüttet wird, scheint das nicht‎das größte Problem zu sein.“ Eine Anwohnerinitiative vermutet zudem Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers aus alten Einlagerungen, die durch die neue Aufschüttung gestört werden.“ Außerdem sollten laut Mark Rosendahl regelmäßig Grundwasserproben genommen und untersucht werden. Das könnte an der Stelle zu einer Klärung führen. Hintergrund: In der Nachkriegszeit wurden vor allem Hüttenschlacken, Klärschlamm und Bauschutt auf der Bergehalde verfüllt.„Dagegen ist die Belastung durch den Lkw-Verkehr nicht auszuräumen“, so Mark Rosendahl weiter. „Wir wollen eine Durchquerung von Wohngebieten keinesfalls akzeptieren. Durch eine Deponie wird eine erhebliche Belastung der Anwohnerschaft mit Staub, Lärm und die Gefahr durch den Lkw-Verkehr über lange Jahre ausgehen.“ Eine Akzeptanz werde hier „nur schwer bis gar nicht zu erzielen sein. Deshalb muss mindestens eine Verbesserung der Verkehrssicherheit erzielt und eine Belastung des Grundwassers ausgeschlossen werden.

“ Eine grundsätzliche Ablehnung sei laut des SPD-Mannes aber „nicht zielführend, da wir darüber nicht zu entscheiden haben.“Tatsächlich muss die Stadt Moers im Genehmigungsverfahren für die Deponie nur angehört werden...

 

Anhörung der Betreibergesellschaft:

Die Stadt Moers habe bereits Gespräche mit dem Projektbetreiber geführt. Dabei habe die Betreibergesellschaft angekündigt, das Projekt am 3. November im Moerser Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt vorzustellen(03.11.2016 16:00 Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt im Ratssaal Neues Rathaus).

Entscheidungsbefugnis der Stadt Moers:

Tatsächlich muss die Stadt Moers im Genehmigungsverfahren für die Deponie nur angehört werden...

 

 

 

 

Ein Beispiel wie falsche Materialien in eine Deponie eingebaut werden können. 

Bei der Erweiterung der Deponie „Saurer Spitz“ wurde Elektroofenschlacke anstelle des vorgesehenen Granitschotters eingebaut.  Die Schlacke ist schadstoffbelastet.

Für die Stadt Reutlingen geht es derzeit vor allem um die Frage, ob die Schlacke mit Lastwagen abgefahren werden muss oder auf der Deponie verbleiben kann. Für den Abtransport wären rund 1000 Lastwagenladungen erforderlich.

 

Ein Bericht des ZDF

ZDF Hammer-Pfusch-bei-Deponieneubau

 

 

 

 

Ab dem Jahr 2019 soll die ehemalige Bergehalde Lohmannsheide in Duisburg-Baerl auf der Stadtgrenze zu Moers befüllt werden.

Das ist das Ziel des neu gegründeten Unternehmens Deponien auf Halden 1 (DAH1). Moers könnte betroffen sein, wenn es um die Zufahrt zur Deponie geht.

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/moers-ab-2019-sollen-die-laster-rollen-id12194872.html

WAZ vom 14.09.2016 von  Matthias Alfringhaus

 

Die DAH1 GmbH geht auf Basis ihrer Prognosen davon aus, dass die Verfülldauer für das vorhandene Restvolumen der Bergehalde Lohmannsheide – in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Jahresmenge – nach Erteilung der Planfeststellung etwa 15 Jahre betragen wird. In Summe können dies rund 3 Mio. m3 entsprechend etwa 5 Mio. Tonnen Material sein. Anschließend wird die Oberflächenabdichtung des Deponiekörpers fertiggestellt.

http://www.dah1.de

 

Der Leser wird sich fragen, wie viele LKWs  werden täglich die Halden anfahren? Wie passen solche Konzepte noch zur blauen Plakette, Feinstaubbelastung, Dieselverbot, Ressourcenschonung?

 

Gruß

Jochen Fier

 

 

Ab dem Jahr 2019 soll die ehemalige Bergehalde Lohmannsheide in Duisburg-Baerl auf der Stadtgrenze zu Moers befüllt werden. Das ist das Ziel des neu gegründeten Unternehmens Deponien auf Halden 1 (DAH1). Moers könnte betroffen sein, wenn es um die Zufahrt zur Deponie geht.

Moers: Ab 2019 sollen die Laster rollen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/moers-ab-2019-sollen-die-laster-rollen-id12194872.html#plx490123459
Ab dem Jahr 2019 soll die ehemalige Bergehalde Lohmannsheide in Duisburg-Baerl auf der Stadtgrenze zu Moers befüllt werden. Das ist das Ziel des neu gegründeten Unternehmens Deponien auf Halden 1 (DAH1). Moers könnte betroffen sein, wenn es um die Zufahrt zur Deponie geht.

Moers: Ab 2019 sollen die Laster rollen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/moers-ab-2019-sollen-die-laster-rollen-id12194872.html#plx490123459