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Protokoll des Informationsabend
zum Neubauprojekt Wohnpark Moers am 4.3.2020


TOP 1: Begrüßung und Vorstellung
Herr Deutges-Pugell begrüßte die Anwesenden, erklärte den Anlass des Infoabends und begrüße die zusätzlich eingeladenen Gäste.
Da schon während der Abrisse der alten Schulgebäude und den ersten Erd- und Aushubarbeiten am Areal zwischen Dieselstraße, Taubenstraße und Germendonkskamp Unannehmlichkeiten und Fragen bei den Anwohnern aufkamen, lud die BI Meerbeck-Ost am 4.03.2020 zu einem ersten Informationsabend bzgl. des Wohnparks Moers ins Haus Gernert, Germendonkskamp 67 in 47443 Moers ein.

Eingeladen waren Vertreter des Bauträgers, der Deutschen Reihenhaus AG (Herr Behn: Pressesprecher, & Frau Paßmann: Immobilienverkäuferin), des Bauamtes der Stadt Moers (Fachbereichsleiter Herr Dabrock), Vertreter der ENNI, von denen aber leider niemand, trotz Zusage, gekommen war, sowie von Vertretern aller Parteien aus dem Stadtrat, von denen die CDU (Stadtvorsitzende Frau Kiehn & stellvert. Fraktionsvorsitzende Frau Zupancic), Die Grafschafter (Partei- und Fraktionsvorsitzender Herr Küster) sowie Vertretern der Freien Bürgerliste Moers (Herr Süßer, Herr Ehrhardt und Herr Voigt) gekommen waren.

Ca. 20 Anwohner der Tauben-, Dieselstraße sowie dem Germendonkskamp waren der Einladung gefolgt.

TOP 2: Vorstellung des Bauprojektes
Frau Paßmann stellte an Hand eines Lageplanes das Projekt kurz vor. Die Deutsche Reihenhaus AG errichtet den neuen Wohnpark Taubenstraße mit 42 nicht unterkellerten Eigenheimen auf 120 bzw. 145 Quadratmetern Wohnfläche auf drei Stockwerken. Dieser soll bis Herbst/Winter 2021 in serieller Bauweise fertiggestellt sein. 68 Parkplätze werden insgesamt im neuen Wohnpark errichtet. Dazu gehören 33 Tiefgaragenplätze und 14 Besucherparkplätze. Desweiteren wird ein Spielplatz im Innenbereich des Quartiers die Anlage komplettieren. Von den 42 Wohneinheiten sind bis dato 36 Wohneinheiten verkauft.

Im Bereich des Germendonkskamp errichtet, unabhängig von der Deutschen Reihenhaus AG, Step Kids KiTas gGmbH, kurz Stepke, am Wohnpark eine 5-gruppige inklusive Kindertagesstätte mit 8 Plätzen für Kinder mit Behinderungen. Insgesamt stehen dann für das Kindergartenjahr 2020/21 dort für 68 Ü3- und 20 U3-Kinder Plätze zur Verfügung.

TOP 3: Fragen und Sorgen der Anwohner
Die Anwohner äußerten ihren Unmut über den LKW- und Schwertransportverkehr durchs Wohngebiet, der Anlieferungen während der Nachtzeit, die durch Baufahrzeugen beschädigten Bordsteine und Straßen, sowie verschmutzten Straßen, der Parksituation für die Anlieger, weil Baugeräte auf Parkflächen abgestellt werden bzw. auch Parkverbote zugunsten des Bauprojektes die Parksituation gerade im Umfeld Germendonkskamp deutlich verschärften. Bereits vor Baubeginn hat sich die Parksituation im Germendonkskamp durch das Restaurant „Emma“ deutlich angespannt, weil der Betreiber keinen Parkplatz für seine Gäste zur Verfügung stellt. Durch die beengte Parksituation im gesamten Umfeld können Sraßenreinigungsfahrzeuge und auch Fahrzeuge der Müllabfuhr bestimmte Bereiche der Straßen nicht mehr anfahren. So kam es bereits vor, dass wegen verstellter Zufahrten der Müll nicht abgefahren werden konnte.

Weitere Befürchtungen gab es bezüglich der zukünftigen Parksituation um das Quartier. Die vorgesehenen 68 Stellplätze werden als nicht ausreichend angesehen. Heutzutage ist davon auszugehen, dass jede Familie mindestens zwei Fahrzeuge führen wird. Die 14 Besucherparkplätze werden somit Anwohnerparkplätze. Außerdem sei nicht davon auszugehen, dass die 33 Stellplätze über Tag genutzt werden, sondern diese Fahrzeuge über Tag im Wohnquartier abgestellt würden. Auch wird befürchtet, dass die Verkehrssituation im Germendonkskamp durch den Kiga, bzw. der Bring- und Abholsituation, verändern bzw. auch gefährdender wird.

Ferner befürchten Anwohner, dass sie für die Beseitigung der Schäden aufkommen müssen, da die Bauaufsicht wegen Personalmangel die Beschädigungen nicht aufnehmen würde. Auch wird befürchtet, dass die Stadt das Bauvorhaben zum Anlass nehmen könnte, die Straßen, nach Abschluss der Baumaßnahme, rund um Bauquartier umfassend zu sanieren und die Anwohner für die Sanierung der Straßen dann mit aufkommen müssten. Insbesondere der Germendonkskamp ist in einem sehr schlechten Straßenzustand, weil der unter der Straße befindliche Kanal marode sein dürfte.
Einige Anwohner fragten, wegen der Straßenanpassung, nach den Höhen der neuen Häuser und ob 42 neue Wohneinheiten problemlos ans Kanalnetz angeschlossen werden können. Hier befürchten Anwohner erneute Straßenbauten.

TOP 4: Informationen, Anmerkungen, Vereinbarungen
Beschädigungen:
Bezgl. der durch Baufahrzeugen verursachten Schäden an Gärten, Bordsteinen und Straßen versicherten Herr Behn (Deutsche Reihenhaus AG) als auch Herr Dabrock (Bauaufsicht Moers), dass entsprechend dem Verursacherprinzip entschädigt wird. Herr Dabrock bittet darum Schäden dokumentiert und fotografiert an das Bauamt der Stadt Moers weiterzuleiten. Herr Behn stellte heraus, dass die Deutsche Reihenhaus AG bereits einige Projekte dieser Art im guten Einvernehmen mit den Anwohnern durchgeführt haben. Sie werden auch hier für entstehende Bauschäden aufkommen.


Straßensanierungen, Kanalsanierung
Herr Dabrock versicherte den Anwohnern, dass grundsätzliche Straßenbaumaßnahmen im Altbestand nach Beendigung des Bauprojektes nicht vorgesehen sind. Um die einzelnen Häuser später an das Kanal- und Stromnetz anzuschließen sind Straßenarbeiten aber unablässig.
Die Fragen der Kapazität und die Sanierungsbedürftigkeit der Abwasserleitungen der drei betroffenen Straßen sollen über die ENNInabgeklärt werden. Diesbzgl. sagte Herr Dabrock zu, bei der ENNI nachzufragen. Auch bzgl. der Höhe der Häuser wird er in den nächsten Tagen Daten liefern können. Er wird sie Herrn Deutges-Pugell zur Verfügung stellen.


Parksituation
Auch bzgl. der Parksituation wird Herr Dabrock sich mit dem Restaurant „Emma“ und dem Nutzungsänderungsantrag beschäftigen.
Herr Behn erklärte, dass die derzeitigen Baubelastungen (Anfahrten der Schwertransporter, Baulärm) durch Baufahrzeuge, der Anlieferung von Baumaterialien zeitlich absehbar sein werden. Die überwiegend vorgefertigten Massivbauteile werden mit Schwertransporter angeliefert und dann schnell verarbeitet. Dies wird bis zum Sommer andauern.
Kommunikation


Im Verlauf der Versammlung wurde deutlich, dass viele Konflikte und Probleme durch einen guten kommunikativen Austausch zwischen Bauträger, Stadt, ENNI und der Politik mit den Anwohnern gelöst werden könnten. Im Sinne eines Runden Tisches könnten Anwohnerfragen, Probleme und Sorgen erörtert und u. U. gelöst werden.
Frau Zupancic wies ebenso wie Herr Küster daraufhin, dass bzgl. der Parksituation in Moers insgesamt nach Lösungen gesucht werden. Derzeit gibt es bzgl. der Straßenreinigung und auch der Müllabfuhr Projekte in Moers, die nach Erprobung ausgewertet und auf weitere Bereiche der Stadt dann übertragen werden können.
Herr Behn stimmte ein aus dem Gesprächsforum kommenden Vorschlag und auch einer Beteiligung am runden Tisch zu. Er wird eine Kontaktmailadresse zu schalten (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und regelmäßig Treffen mit Anwohnervertretern zur Reflexion der Bauabläufe und Informationsweitergabe durchzuführen.
Bei zusätzlichem Bedarf sollen Runde Tische durchgeführt werden. Für die Taubenstraße erklärte sich Michael Deutges-Pugell als Ansprechpartner bereit, Unterstützung erhält er von B. Yemisen vom Germendonkskamp und P. Riedel für die Dieselstraße. So sollen auch noch die Fragen der Kapazität und die Sanierungsbedürftigkeit der Abwasserleitungen der drei betroffenen Straßen abgeklärt werden. Am Freitag gab Achim Behn schon bekannt, dass die Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für alle Fragen, Anregungen und Kritik geschaltet sei und Mitarbeiter kurzfristig diese bearbeiten würden.

F.d.P.

Michael Deutges-Pugell